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14. Mai 2009

TeilnehmerInnen Mosque Event © FoG

Robi Damelin & Ali Abu Nawwaz mosque © FoG

Robi and Ali vor der Regents Park Moschee in London

Edit Schlaffer, Robi Damelin, Ali Abu Nawwaz © FoG

Edit Schlaffer, Robi Damelin und Ali Abu Nawwaz

The Courage to talk to the Other Side. Exit Strategies to overcome Violent Extremism

Eine Frauen ohne Grenzen SAVE Veranstaltung in London mit Robi Damelin/Israel und Ali Abu Nawwaz/Palestine

Moscheen sind unbekanntes Terrain, mit Argwohn betrachtet und oft missverstanden von der Mainstream Gesellschaft. Nicht-muslimische Gesellschaften sind besorgt über das, was hinter den verschlossenen Türen der Moscheen vor sich geht, haben aber oftmals noch nie eine Moschee betreten.
In ihrer aktuellen Studie „Mosques Made in Britain“ rät die Londoner Quilliam Foundation „ das große Potential zu nutzen, um soziale Interaktion zwischen den Gemeinschaften zu fördern und um dazu beizutragen, religiös und politisch motivierte Spannungen in der britischen Gesellschaft abzubauen. Dadurch würden Moscheen und muslimische Communities aufgefordert, extremistische Strömungen in ihrem Umfeld abzufedern und das Gefühl der Zugehörigkeit zur britischen Gesellschaft mit ihren Werten und Freiheiten zu fördern."

SAVE engagiert sich, den Dialog zwischen muslimischen und nicht muslimischen Gemeinschaften zu ermöglichen und beide Gruppen zu konstruktiven und sinnvollen Gesprächen zu motivieren, um gegenseitiges Kennenlernen, Brücken bauen und das gemeinsame Verständnis, Ideologien, die zu Extremismus und Radikalisierung führen, zu fördern.

SAVE arbeitet mit Robi Damelin und ihren Palästinensischen PartnerInnen, die sich für den Dialog und die Versöhnung zwischen Israel und Palästina einsetzen. Sie repräsentieren den Parents Circle, eine Organisation, die IsraelInnen und PalästinenserInnen zusammenbringt, die Familienmitglieder in den gewalttätigen Auseinandersetzungen verloren haben.

Die Veranstaltung in der Regents Park Moschee am 8. Mai war einzigartig. Es war das erste Mal, das seine israelische Staatsbürgerin eingeladen war, in dieser Moschee zu sprechen. In Kooperation mit dem City Circle und der Organisation Radical Middle Way haben wir versucht, vor allem die jüngere muslimische Community anzusprechen.

Befürchtungen über scharfe Auseinandersetzungen, besonders über Gaza, haben sich nicht bewahrheitet. Die BesucherInnen haben die menschliche Seite des Konflikts als Anlass für Diskussionen genommen. Im Publikum fanden sich jüngere und ältere MuslimInnen, JüdInnen, ChristInnen, die sich ausgetauscht haben. Besonders die anwesenden MuslimInnen waren enthusiastisch und daran interessiert, wie sie sich dafür einsetzen können, Barrieren abzubauen und Stigmatisierung und Stereotype durchbrechen können.

Auch nach Ende der Veranstaltung standen die BesucherInnen noch lange in Gruppen zusammen und diskutierten. Die allgemeine Stimmung lässt sich am besten mit Überraschung beschreiben. Erstaunen darüber, dass es möglich war, ein derartiges Event in einer der größten Moscheen zu organisieren. Jede/r fühlte sich willkommen und respektiert und die einzigartige Botschaft war, dass Frauen diese Veranstaltung möglich gemacht haben, dass SAVE Dialog und Verstehen fördert. 


Klicken Sie hier, um einen Artikel (The Guardian) zur Veranstaltung zu lesen.

 
 

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